Programm

Zeitplan

Beginn Ende Programm
8.30 Tageskasse & Registrierung öffnen
9.00 10.30 Workshops
10.30 11.15 Poster & Kaffeepause 1
11.15 11.30 Begrüßung & Beate Stoye über die dbs-Ausstellung »Was Sprachtherapie kann«
11.30 13.00 Hauptvorträge
Astrid Schröder & Angela Grimm
13.00 14.00 Mittagspause
14.00 15.15 Patholinguistik im Fokus
Barbara Höhle, Isabell Wartenburger, Michael Wahl
15.15 15.45 Poster & Kaffeepause 2
15.45 17.15 Hauptvorträge
Judith Heide & Ulrike Frank
17.15 17.30 Posterpreisverleihung & Verabschiedung

Hauptvorträge

Dr. Astrid Schröder, Duden Institute für Lerntherapie Berlin
Lese-Rechtschreibschwierigkeiten in der integrativen Lerntherapie

Prof. Dr. Angela Grimm, Universität Osnabrück
Mehrsprachigkeit: Erwerbsverläufe und Implikationen für die Diagnostik

Judith Heide, Universität Potsdam
Fehlerreduzierendes Lernen als Methode in der Aphasietherapie

Dr. Ulrike Frank, Universität Potsdam
sEMG Biofeedback in der Dysphagietherapie

Ausstellung

Beate Stoye, Halle
Was Sprachtherapie kann

Patholinguistik im Fokus

Prof. Dr. Barbara Höhle, Universität Potsdam
Früher Spracherwerb: Grundlagenforschung und Anwendungsperspektiven

Prof. Dr. Isabell Wartenburger, Universität Potsdam
Aktuelle Themen aus der neurolinguistischen Forschung

Prof. Dr. Michael Wahl, HU Berlin
Die Patholinguistik im Fokus berufspolitischer Entwicklungen

Workshops

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Dorothea Posse, ZAS Berlin
Diagnostik von SSES bei mehrsprachigen Kindern

Christoph Harder, Helios Klinik Hohenstücken
Die Anwendung der Unterstützten Kommunikation in der klinischen Praxis

Gesche Wattenberg & Christian Schoon, klarstellen Berlin
Klientenorientierte Gesprächsführung mit PatientInnen

Nora Walch, ZAPP Berlin
Stimme in Bestform: Umgang mit der eigenen Sprechstimme im sprachtherapeutischen Berufsalltag

Poster

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Diwoky & Breitenstein, Neubrandenburg & Potsdam
Evidenzbasiertes Arbeiten in der Kindersprachtherapie in Ausbildungspraktika

Ferchland, Baatz, Heide & Netzebandt, Potsdam & Berlin
Komplexität als Wirkprinzip in der Sprechapraxie-Therapie: Eine Einzelfallstudie

Heyde, Cleland, Scobbie & Roxburgh, Edinburgh & Glasgow
UltraPhonix: Das Erlernen von Artikulatorischen Gesten mit Ultraschall-Biofeedback

Bykova & Frank, Potsdam
SARA: Aspirationsscreening für Kinder mit Cerebralparese in Russland

Lampe, Fieder, Krajenbrink & Nickels, Potsdam, Berlin & Sydney
Semantische Nachbarschaft in der Wortproduktion bei Aphasie

Schmidt, Saarbrücken
Die Relation zwischen sprachlicher Emotionalität und Veränderungen des mentalen Zustands im Rahmen eines internetbasierten Nachsorgeprogramms

Wilzek, Frank, van den Engl-Hoek & Huckabee, Potsdam, Nijmegen & Christchurch, New Zealand
Normdatenerhebung für den »Test of Mastication and Swallowing Solids« für Kinder und Jugendliche im Altersbereich von 4;00- 13;11 Jahren

Balzer, Ebert & Frank, Potsdam
When life gives you lemons… Der Einfluss visueller Stimuli auf Schluckfrequenz und Speichelproduktion

Kaps, Frank & Huckabee, Potsdam & Christchurch, New Zealand
Test of Masticating and Swallowing Solids (TOMASS): Erhebung von Normdaten an Erwachsenen im Alter von 20 bis 96 Jahren

Matteschk, Tzschöckel, Dressel & Kröger, Aachen & Dresden
Auswirkungen der Haltungsänderung »chin tuck« auf die Schluckqualität bei einem Dysphagiepatienten mit progressiver supranukleärer Blickparese

Bruno, Lassotta & Adani, Potsdam
Verarbeitung von komplexen Sätzen bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus Spektrum Störung: Eine Studie zum Verständnis von Subjekt- und Objekt-Relativsätzen

Würzner, Barbaresi & Schroeder, Berlin
Beyond books: Die Vergleich der Sprache in Kinderbüchern, Kinderfilmen, Kinderfernsehen und Kinderwebsites

 

Informationen zu den Workshops

Diagnostik von SSES bei mehrsprachigen Kindern

  • Freie Plätze: ausgebucht (Warteliste)
  • Referentin: Dorothea Posse (ZAS Berlin)
  • Kursbeschreibung:
    Eine Diagnostik bei Mehrsprachigkeit erscheint häufig wie die Lösung eines kniffligen Rätsels. Nur durch das Zusammentragen unterschiedlicher Informationen kann eine SSES bei einem mehrsprachigen Kind erkannt werden. Im Workshop wird der Frage nachgegangen, wie eine bilinguale SSES einerseits von normalen Auffälligkeiten im mehrsprachigen Spracherwerb und andererseits von umgebungsbedingten Sprachauffälligkeiten abgegrenzt werden kann, obwohl das Erscheinungsbild in allen drei Gruppen oft ähnlich ist. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Erhebung der sprachlichen Leistungen in der Zweitsprache Deutsch. Verfahren zur Testung der Erstsprache werden nur am Rande erwähnt, können jedoch im Anschluss an den Workshop ausprobiert werden.
    Thematisiert werden insbesondere folgende Fragen:
    • Müssen immer beide Sprachen eines Kindes getestet werden?
    • Gibt es klinische Marker in der Spontansprache?
    • Wie kann herkömmliches Testmaterial eingesetzt werden?
    • Welche Testverfahren für mehrsprachige Kinder sind hilfreich?
    • Was tun, wenn die Diagnostik unklar bleibt?
    Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse zu aktuellen diagnostischen Methoden, die ohne viel Vorarbeit in die alltägliche Arbeit mit mehrsprachigen Kindern integriert werden können.
  • Über die Referentin:
    Dorothea Posse ist Diplom-Patholinguistin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin im Berliner Interdisziplinären Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM) und als freiberufliche Sprachtherapeutin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Diagnostik, Sprachförderung und Sprachtherapie bei mehrsprachigen Kindern.
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Die Anwendung der Unterstützten Kommunikation in der klinischen Praxis

  • Freie Plätze: 5
  • Referent: Christoph Harder (Helios Klinik Hohenstücken)
  • Kursbeschreibung:
    Die Unterstützte Kommunikation hilft nicht oder schwer verständlich sprechenden Menschen, Möglichkeiten der Verbesserung der Interaktion mit ihrem Umfeld zu finden. Dabei wird überprüft, welche körpereigenen Ausdrucksformen und welche Hilfsmittel zur besseren Verständigung genutzt werden können.
    In dem Workshop wird die Anwendung von Techniken der Unterstützten Kommunikation dargestellt. Dabei wird beschrieben, wie die Abläufe vom Erstkontakt bis zur Versorgung organisiert sind, wie die Erprobung erfolgt und welche Hilfsmittel für den Einsatz genutzt werden. Es wird anhand von Videosequenzen verdeutlicht, welche Formen der Kommunikation für die jeweiligen Patienten sinnvoll sind und welche Einsatzgebiete die jeweiligen Hilfsmittel bieten. Dabei wird auch darauf eingegangen, welche Ansteuerungsvarianten es bei körperlich eingeschränkten Patienten gibt und wie eine Anpassung erfolgt.
  • Über den Referenten:
    Christoph Harder ist Diplom-Patholinguist und arbeitet in der Helios Klinik Hohenstücken in der Abteilung Sprachtherapie. Dort war er federführend am Aufbau der Therapieform der Unterstützten Kommunikation beteiligt und hat als einen Schwerpunkt die Therapie und Versorgung nicht oder schwer verständlich sprechender Personen mit den entsprechenden Hilfsmitteln.
    Er erfüllte Lehraufträge an der Humboldt Universität Berlin zum Thema UK, befindet sich im Autorisierungsverfahren zum Referenten der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. und ist regelmäßiger Teilnehmer der Arbeitstreffen des Beratungsstellennetzwerkes „UKB Nord“.
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Klientenorientierte Gesprächsführung mit PatientInnen

  • Freie Plätze: 4
  • ReferentInnen: Gesche Wattenberg & Christian Schoon (klarstellen Berlin)
  • Beschreibung:
    • Wie gelingt es mir die Therapiemotivation meiner PatientInnen zu fördern?
    • Wie gehe ich mit starken Emotionen meiner PatientInnen um?
    • Wie kann ich mit Konflikten in der Therapie umgehen?
    Die Kommunikation mit PatientInnen und deren Angehörigen ist in der Arbeit als SprachtherapeutIn von großer Bedeutung für den Therapieerfolg. Besonders im klinischen Alltag sind TherapeutInnen mit Frustration und Ängsten der Betroffenen und Angehörigen konfrontiert. Eine empathische und klientenorientierte Kommunikation kann die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bieten und hilft auch in Konfliktsituationen im Gespräch zu bleiben.
    In dem Workshop „Klientenorientierte Gesprächsführung mit PatientInnen“ werden wir mit Ihnen erarbeiten, wie “Klientenorientierte Gesprächsführung” in der Arbeit als Sprachtherapeutin genutzt werden kann. Sie bekommen einen kurzen Einblick in die Theorien von Friedemann Schulz von Thun (Kommunikationspsychologie) und Carl Rogers (Klientenorientierte Gesprächsführung). Mittels kurzer Übungen werden Sie die eigene Kommunikation reflektieren und neue Ideen entwickeln können.
  • Über die Referenten:
    Gesche Wattenberg ist Diplom-Psychologin und Mediatorin. Als angehende Psychotherapeutin begleitet sie persönliche sowie familiäre Krisen und Veränderungsprozesse. Mit Begeisterung begleitet sie freiberuflich als Coach und Trainerin junge Erwachsene in der Berufsfindung und Fachkräfte im sozialen Sektor. Darüber hinaus ist sie als Lehrbeauftrage an verschiedenen Universitäten tätig.
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Stimme in Bestform: Umgang mit der eigenen Sprechstimme im sprachtherapeutischen Berufsalltag

  • Freie Plätze: ausgebucht (Warteliste)
  • Referentin: Nora Walch (ZAPP Berlin)
  • Kursbeschreibung:
    SprachtherapeutInnen sind auf ein reibungsloses Funktionieren ihrer Stimme angewiesen. Welche Anforderungen stellt der sprachtherapeutische Alltag an die eigene Stimme und wie können Stimmprobleme vermieden werden?
    Eine angenehme, klangvolle und gesunde Stimme ist für die Kommunikation von hoher Bedeutung. Wie kann die eigene Sprechstimme bewusster eingesetzt werden und wie kann sich ihr Potenzial besser entfalten?
    Dieser Workshop richtet sich an SprachtherapeutInnen, die selbst nicht im Bereich Stimme therapieren und ihre eigene Stimme im Therapeutenberuf bewusster einsetzen möchten. Er kann auch als Einstieg in den Themenbereich Stimme für diejenigen dienen, die zukünftig als StimmtherapeutInnen arbeiten möchten.
    Beleuchtet werden die Funktionsweise der Stimme sowie die verschiedenen Bausteine für eine wirkungsstarke und belastbare Stimme. Neben berufsspezifischen Anforderungen des sprachtherapeutischen Alltags wird auf Maßnahmen zur eigenen Stimmhygiene eingegangen. Weiterhin wird ein Programm mit praktischen Atem-, Sprech-, und Stimmübungen für ein weiterführendes eigenständiges Training erarbeitet.
  • Über die Referentin:
    Nora Walch ist gelernte Schauspielerin, Dipl.-Patholinguistin und Fachtherapeutin für Stimmstörungen. Seit 2012 arbeitet sie im ZAPP Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Behandlung von Stimm- und Artikulationsstörungen, Sprachentwicklungsstörungen sowie neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen. Nebenbei bietet sie Sprecherziehung, Maßnahmen zur Prävention von Stimmstörungen sowie Stimmtrainings an.
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Informationen zu den Postern

Evidenzbasiertes Arbeiten in der Kindersprachtherapie in Ausbildungspraktika

Laura Cassandra Diwoky & Sarah Breitenstein (Logopädische Praxis Majewski Neubrandenburg & Universität Potsdam)
Die Arbeit gibt einen Überblick über die Evaluation von Therapien von Sprachstörungen im Kindesalter. Als Daten dienten die internen und externen Praktika des Studienganges BSc Patholinguistik der Jahre 2013-2015. Es werden beeinflussende Faktoren herausgestellt unter denen sich die einzelnen Effekarten wie Übungseffekt gezeigt haben. Des Weiteren werden die durchgeführen Therapien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit beurteilt.

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Komplexität als Wirkprinzip in der Sprechapraxie-Therapie: Eine Einzelfallstudie

Lisa Ferchland, Charlotte Baatz, Judith Heide & Jonka Netzebandt (Universität Potsdam & P.A.N.-Zentrum, Berlin)
Diese Einzelfallstudie zeigt, dass das Wirkprinzip Komplexität auch Anwendung in der Sprechapraxietherapie finden kann: Nach dem Üben von artikulatorisch komplexen Silbenstrukturen zeigten sich Verbesserungen bei weniger komplexen Strukturen. Diese Erkenntnisse sind gerade für die klinische Anwendung relevant, da bisher nur wenig evidenzbasiertes Material für leicht bis mittelgradige Sprechapraxien vorhanden ist.

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UltraPhonix: Das Erlernen von Artikulatorischen Gesten mit Ultraschall-Biofeedback

Cornelia J. Heyde, Joanne Cleland, James M. Scobbie & Zoe Roxburgh (Queen Margaret University, Edinburgh & Strathclyde University, Glasgow)
In einer Interventionsstudie mit 20 Kindern wurde die Effektivität von visuellem Ultraschall-Biofeedback in der Therapie von persistierenden Sprechstörungen untersucht. Die Therapiemethode basierte auf den Prinzipien des motorischen Lernens bei der die Ziellaute in zunehmend komplexeren Kontexten mit Hilfe von Ultraschall-Biofeedback erlernt werden. Klinisch bedeutende Verbesserungen in der Baseline-Aufnahme nach Beendung der Therapie (Postline) werden im Vergleich zur der Baseline-Aufnahme vor Therapiebeginn vorgestellt.

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SARA: Aspirationsscreening für Kinder mit Cerebralparese in Russland

Ksenia Bykova & Ulrike Frank (Universität Potsdam)
Es gibt keine validierte Skale in Russland für die Durchführung der klinischen Schluckuntersuchung bei Kindern mit Cerebralparese. In einem ersten Schritt haben wir SARA (Scale for an Assessment of Risk of Aspiration) in russischer Sprache entwickelt. In einem zweiten Schritt haben wir Videos von 30 Kindern bei der Nahrungsaufnahme in Russland aufgenommen. Bei dem Analyseprozess wurden die Daten schrittweise reduziert. Siebzehn Video-Aufnahmen (10 m, 7 w) konnten zur Datenanalyse der Retest-Reliabilität verwendet werden.

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Semantische Nachbarschaft in der Wortproduktion bei Aphasie

Leonie Lampe, Nora Fieder, Trudy Krajenbrink & Lyndsey Nickels (Universität Potsdam, Humboldt-Universität zu Berlin & Macquarie University, Sydney)
Diese Einzelfall-Serie untersuchte den Einfluss semantischer Nachbarschaft (semantische Nachbarschaftsdichte und -entfernung) auf die Wortproduktion bei Aphasie. Die Ergebnisse sprechen für einen unterschiedlichen Einfluss der beiden Variablen, wobei eine hohe Anzahl semantischer Nachbarn eine inhibitorische Wirkung zu haben scheint.

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Die Relation zwischen sprachlicher Emotionalität und Veränderungen des mentalen Zustands im Rahmen eines internetbasierten Nachsorgeprogramms

Jessica Schmidt (Universität des Saarlandes)
Die Studie untersucht die Auswirkungen des Expressiven Schreibens auf die sprachliche Emotionalität. Dabei wird sich insbesondere auf die Relation zwischen sprachlicher Emotionalität und Veränderungen des mentalen Zustands im Rahmen eines internetbasierte Nachsorgeprogramms konzentriert. Diese Untersuchung wurde anhand von Blogtexten von Patienten unterschiedlicher Indikation durchgeführt, welche das Schreiben als strukturierte, therapeutisch begleitete Maßnahme im Anschluss an eine stationäre Rehabilitationsphase anwendeten, mit der Intention, die berufliche Wiedereingliederung zu vereinfachen und zwischenmenschliche Konflikte am Arbeitsplatz dauerhaft zu vermeiden.

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Normdatenerhebung für den »Test of Mastication and Swallowing Solids« für Kinder und Jugendliche im Altersbereich von 4;00- 13;11 Jahren

Alexa Wilzek, Ulrike Frank, Lenie van den Engl-Hoek & Maggie-Lee Huckabee (Universität Potsdam, Radboud University, Nijmegen & University of Canterbury, Christchurch, New Zealand)
In den meisten Dysphagie-Screeningverfahren werden qualitative Kriterien wie Husten und Stimmstörungen als Indikatoren für die Beurteilung von Aspirationssymptomen verwendet. Die Reliabilität dieser Verfahren ist jedoch in hohem Maße von der klinischen Erfahrung der Untersucher abhängig. Der 'Test of Masticating and Swallowing Solids TOMASS' ist ein Schlucktest, welcher zur Beurteilung der oropharyngealen Verarbeitung von fester Konsistenz quantitative Messgrößen erfasst. Hierzu haben wir normative Werte für Kinder und Jugendliche zwischen 4-14 Jahren erhoben und diese auf alters- und geschlechtsspezifische Effekte hin analysiert.

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When life gives you lemons… Der Einfluss visueller Stimuli auf Schluckfrequenz und Speichelproduktion

Julia Balzer, Susanne Ebert & Ulrike Frank (Universität Potsdam)
In einer explorativen Studie untersuchten wir den Einfluss spezifischer visueller Stimuli auf die Schluckfrequenz und den Speichelfluss bei gesunden Erwachsenen. Der Untersuchung lag die Frage zugrunde, ob Videopräsentationen von Menschen, die Zitronen vs. Schokolade essen einen Effekt auf die Variablen Schluckfrequenz und Speichelproduktion haben.

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Test of Masticating and Swallowing Solids (TOMASS): Erhebung von Normdaten an Erwachsenen im Alter von 20 bis 96 Jahren

Hella Kaps, Ulrike Frank & Maggie-Lee Huckabee (Universität Potsdam & University of Canterbury, Christchurch, New Zealand)
Der TOMASS (Test of Masticating and Swallowing Solids; in Vorbereitung) ist ein neues Screeningverfahren, mit dem das Schlucken von festen Konsistenzen überprüft werden kann. Erste Normdaten für neuseeländische Probanden und Ergebnisse zur Reliabilität des Tests wurden von Huckabee et al. (in Vorbereitung) vorgelegt. Nachdem bereits in Italien, Irland, Portugal, den Niederlanden und Israel weitere Normdaten erhoben wurden, werden nun die Ergebnisse der Durchführung des TOMASS an 80 in Deutschland lebenden Probanden im Alter von 20 bis 94 Jahren präsentiert.

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Auswirkungen der Haltungsänderung »chin tuck« auf die Schluckqualität bei einem Dysphagiepatienten mit progressiver supranukleärer Blickparese

Maria Matteschk, Katharina Andrea Tzschöckel, Katharina Dressel & Bernd J. Kröger (RWTH Aachen & Logopädie Katharina Tzschöckel, Dresden)
Die auf der Grundlage des im SS 2009 durchgeführten, achtwöchigen evidenzbasierten Bachelorpraktikums entstandene Bachelorarbeit berichtet über die Auswirkungen der Haltungsänderung "chin tuck" auf die Schluckqualität bei einem Dysphagiepatienten mit progressiver supranukleärer Blickparese. Die im Prä-Post-Test-Design mit Therapiemonitoring durchgeführte Therapiestudie beurteilte anhand zweier selbst entwickelter Scores, ob beziehungsweise wie gut es dem Patienten möglich ist, diese Haltungsänderung zu erlernen und inwiefern sich der Einsatz von "chin tuck" auf die Schluckqualität auswirkt. In beiden Scores wurden über mehrere Therapien stabile Leistungen erbracht. Insgesamt konnten jedoch keine signifikanten Verbesserungen erzielt werden.

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Verarbeitung von komplexen Sätzen bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus Spektrum Störung: Eine Studie zum Verständnis von Subjekt- und Objekt-Relativsätzen

Giulia Maria Bruno, Romy Lassotta & Flavia Adani (Universität Potsdam)
In dieser Studie wurden 11 Probanden mit Autismus Spektrum Störung im Alter von 7-15 Jahren und eine altersentsprechende Kontrollgruppe auf ihr Verständnis von Subjekt- und Objekt-Relativsätzen untersucht. Dabei zeigte sich ein Defizit für das Verständnis von Objekt-Relativsätze in der Gruppe mit Autismus Spektrum Störung. Einflussfaktoren (Alter, Merkspanne, sprachliche Fähigkeiten) für dieses Phänomen und Parallelen zu anderen Störungsbildern und Entwicklungsverläufen werden diskutiert.

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Beyond books: Die Vergleich der Sprache in Kinderbüchern, Kinderfilmen, Kinderfernsehen und Kinderwebsites

Kay-Michael Würzner, Adrien Barbaresi & Sascha Schroeder (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften & MPI für Bildungsforschung)
In diesem Beitrag werden wir die verschiedene Formen von Sprache, mit denen Kinder in ihrem Alltag konfrontiert sind, miteinander vergleichen. Dafür analysieren wir eine Auswahl von Kinderbüchern (childLex), Untertitel von Kinderfilmen und -fernsehsendungen sowie Webseiten, die für Kinder konzipiert wurden, hinsichtlich zentraler lexikalischer Merkmale. In dem Beitrag werden wir die Sprache, die in den verschiedenen medialen Kontexten verwendet wird, beschreiben und miteinander vergleichen. Darüber hinaus soll die Frage geklärt werden, welche Normen sich am besten zur Vorhersage des Leseverhaltens von Kindern eignen.

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